|
|
Reisen nach Alexandria
Sehenswürdigkeiten
In der Blütezeit der Pharaonen lag hier
das kleine Fischerdorf Rakotis. Als
Alexander der Große nach Ägypten kam,
wollte er hier seine eigene Hauptstadt
gründen und der ägyptischen Küste auf
ewig seinen Stempel aufdrücken. So
entstand Alexandria, dessen Leuchtturm
als erster der Welt mehrere Jahrhunderte
lang sein Licht über das Mittelmeer
warf. Alexandria war eine Metropole für
Kunst und Literatur, bei Königen und
Königinnen, Gelehrten und Weisen
gleichermaßen beliebt, Schauplatz der
berühmten, leidenschaftlichen Liebe
zwischen Kleopatra und Mark Anton. Nach
der Eroberung durch die Araber musste
Alexandria seine Rolle als Hauptstadt an
Kairo abtreten, blieb aber seinem
besonderen Charakter als einer eher dem
Mittelmeer als Ägypten zugekehrte Stadt
mit griechischen, jüdischen und
armenischen Einflüssen treu. Die bei
Ausländern sehr beliebte Stadt schien
sich vom Landesinnern abzukehren. Obwohl
heute nur noch wenige Repräsentanten
dieser Gemeinschaften in Alexandria
leben, hat die Stadt aus jener Zeit eine
ganz besondere Atmosphäre beibehalten.
Eine Promenade auf der Corniche ist ein
Must. Wer die von Lawrence Durrel
beschriebene kosmopolitische Stadt
sucht, wird jedoch enttäuscht sein. Die
eleganten Damen mit Sonnenschirm gibt es
nicht mehr, genauso wenig wie die
ausländischen Limousinen. Die Villen an
der Corniche haben zwar ihren
altmodischen Charme behalten, werden
aber langsam von der salzigen Meeresluft
aufgezehrt. Heute ist sie der
beliebteste Ferienort der Bewohner von
Kairo. Familien und Verliebte flanieren
auf der halbrunden Corniche, essen Eis,
bewundern frisch gefangene Fische und
Krustentiere, beobachten alte Fischer
beim Flicken ihrer Netze und träumen von
Marseille, wo „die Fische von allein aus
dem Wasser springen“. Kurz, man genießt
das Leben.

Festung Qaitbay
Am Nordende der Bucht im Osten der
Halbinsel ragen die Zinnen der
Mameluckenfestung empor, die 1480 auf
den Trümmern des im 11. und 14. Jh.
durch Erdbeben zerstörten Leuchtturms
errichtet wurde. Das Fort wacht über die
Bucht und hält seit Jahrhunderten
stoisch den Angriffen des "Weißen
Meeres" stand, wie das Mittelmeer in
arabischer Sprache bezeichnet wird.
Palast Ras al-Tin
Der westlich des Forts gelegene Palast
war Zeuge einer der bedeutungsvollsten
Episoden der modernen ägyptischen
Geschichte: Hier unterzeichnete König
Faruk seine Abdankung, womit der
Monarchie ein Ende gesetzt wurde. An den
Stränden der Umgebung befinden sich
kleinere, im handwerklichen Stil
arbeitende Werften , in denen mit
wenigen Mitteln Luxusjachten aus Holz
für die reichen Emire des Golfs gebaut
werden.
Anfuchi
Das Viertel zwischen Festung und Palast
war einst bei Seeleuten sehr beliebt und
insbesondere aufgrund seiner
Freudenhäuser bekannt. Diese sind heute
geschlossen, aber den Besucher, der
durch die kleinen Gassen spaziert,
erwarten nette kleine Cafés mit
Fayencedekor und leckere
Fischrestaurants, in denen man den
Fisch, den man serviert bekommen möchte,
selbst aussuchen kann.
Römisches Amphitheater (Kom el Dikka)
Seit Anfang der sechziger Jahre werden
hier in der Nähe des Hauptbahnhofs
Ausgrabungen vorgenommen, bei denen
nacheinander mehrere öffentliche Gebäude
- ein Theater, öffentliche Bäder,
Zisternen - und ein Wohnviertel
freigelegt wurden. Am Eingang der
Ausgrabungsstätte sind die Statuen zu
sehen, die von dem französischen
Archäologen Jean-Yves Empereur und
seinen Mitarbeitern in der Nähe der
Festung Qaitbay gefunden wurden. Dazu
sind jedoch keine Angaben erhältlich.
Seit 2002 wir ein neues Mosaikmuseum
gebaut.

Pompejussäule und Katakomben von Kom
el-Shuqafa
Die 30 m hohe Pompejussäule aus
rosarotem Assuangranit soll ein Geschenk
der Bevölkerung an Kaiser Diokletian
gewesen sein, weil dieser nach einem
Aufstand darauf verzichtet habe, die
Stadt zu zerstören und ihre Bewohner zu
töten. Die in der Umgebung der Säule
freigelegten Funde sind hauptsächlich im
griechisch-römischen Museum ausgestellt.
Oben auf dem Hügel befindet sich der
Eingang zu den Katakomben von Kom
el-Shuqafa aus dem 1. und 2. Jh. n. Chr.
Sie wurden Anfang des 20. Jahrhunderts
entdeckt, als der Erdboden plötzlich
unter den Hufen eines Esels nachgab und
das arme Tier über zehn Meter in die
Tiefe stürzte. Ob es seinen Sturz
überlebt hat, ist nicht bekannt.
Jedenfalls konnten dank des Esels rund
um eine weite Rotunde über 300
Grabstätten freigelegt werden.

Bibliotheca Alexandrina
Die Bibliotheca Alexandrina wurde im
Oktober 2002 eröffnet. Das Gebäude
gegenüber dem Meer hat die Form eines
riesigen, 160 m langen, schrägen
Zylinders aus Glas und Aluminium. Im
Innern befindet sich ein 70.000 m²
großer Leseaal, dessen Bogendecke von
etwa 100 schlanken Betonsäulen mit
Kapitellen in Form von Lotusblüten
getragen wird. Das Gebäude besitzt
außerdem einen Konferenzraum, ein
Planetarium mit einer Imax-Kuppel und
ein archäologisches Museum. Im
Untergeschoss lagern fast 8.000 alte,
sorgfältig numerierte Manuskripte und
seltene Bücher, die im Lesesaal
eingesehen werden können.
Das Studienzentrum von Alexandria
Das 1990 eingerichtete Institut soll die
Topografie und das Aussehen der
ptolemäischen Hauptstadt von Alexander
(332 v. Chr.) bis Kleopatra (30 v. Chr.)
wiedergeben. Die Entdeckung des
Leuchtturms von Alexandria war sehr
medienwirksam. Doch fast wäre dieses
Abenteuer nur ein schöner Traum
geblieben. 1993 wurde daran gearbeitet,
am Fuß der Festung Qaitbay am südlichen
Ende der Bucht eine Betonplatte zu
gießen, um die Festung zu sichern. In
einem regelrechten Wettlauf mit der Zeit
gelang es dem Studienzentrum, eine
Frauenbüste aus rotem Granit aus dem
Wasser des Mittelmeers zu heben. Dies
war der Auftakt zu einer ganzen Reihe
von anderen Funden von Teilen des
Leuchtturms: Tausende von Säulen,
Kapitellen, Fragmenten eines unter der
Herrschaft von Sethos I. errichteten
Obelisken, Kolossalstatuen... An anderer
Stelle in Alexandria wurden eine
Nekropole und herrliche Mosaiken
freigelegt. Nach und nach wird deutlich,
wie die Stadt Kleopatras aussah.
Der Fund des Leuchtturms von Alexandria
Seit 1990 führt ein Team französischer
und ägyptischer Forscher unter der
Leitung des Hellenisten Jean-Yves
Empereur in der Stadt Alexanders des
Großen Ausgrabungen durch. Die
Freilegung der Überreste des Leuchtturms
von Alexandria war, wenn auch nicht
unumstritten, so doch höchst
medienwirksam. Seit Jahrhunderten ruhten
sie 8 m tief unter dem Wasser in der
Nähe von Fort Qaitbay. Außer den
Blöcken, die dem „Achten Weltwunder“
zugeschrieben werden, haben die
Unterwasser-Archäologen eine regelrechte
„Deponie“ von Antiquitäten gefunden, die
aus einer Epoche vor der Zeit der
Ptolemäer stammen: Fragmente eines
Obelisken von Sethos I., 14 Sphinxen,
Statuen... Insgesamt wurden mehr als
2.000 über eine zwei Hektar große Fläche
verstreute Blöcke gefunden, von denen
bereits viele an Land gebracht worden
sind. Aber die Archäologen haben noch
viele Jahre harter Arbeit vor sich...
Strände in Alexandria
Die schönen Sandstrände von Alexandria
sind äußerst beliebt. Sie erstrecken
sich in der Stadt selbst, an der
Corniche, und weiter außerhalb auf über
140 km nach Osten und Westen.
Im Sommer kommen die Einwohner Kairos in
Scharen hierher, um die schönen Strände
zu genießen. Wer die Menschenmengen an
den Stränden in Stadtnähe vermeiden
will, ist mit den weiter abgelegenen
Stellen besser bedient. Die Strände von
Montazah erstrecken sich am Fuße des
erstaunlichen Palastes des Khediven
Abbas, der durchaus an ein Walt
Disney-Werk erinnert. Der 150 Hektar
große Park, der den Palast umgibt, ist
ein beliebtes Ausflugsziel für die
Bewohner der Stadt.

Hotels
Wir erheben keinen
Anspruch auf Vollständigkeit, sondern geben einen subjektiven
Eindruck wieder, der aus jahrelanger Erfahrung gewonnen wurde.
5*+ Hotels
Four Seasons St.
Stephano
5* Hotels
Sheraton Montazah /
Salamlik
4* Hotels / 3* Hotels
Metropole / Cecil
Restaurants und Bars
Neben den
Einrichtungen der Hotels schreiben wir hier einige Tipps aus eigener
Erfahrung.
Qadura
Fischrestaurant in
Alexandria, nahe Qait Bay, bei Eisdiele Azza
|